Wasservögel

Wasservögel auf dem Eis, oder „was nicht taut, kann auch nicht einfrieren“

 

Wenn die Teiche und Seen zufrieren, erreichen uns regelmäßig besorgte Anrufe: „Die Ente sitzt schon seit einer Stunde auf dem Teich – die ist festgefroren…“

Das kann im Normalfall jedoch nicht passieren.

Einfach gesagt, haben Wasservögel (Schwan, Stockente und Co.) in den Füßen kleine Wärmetauscher: das kalte sauerstoffarme Blut aus den Füßen fließt durch die Venen ins Herz zurück, die Venen laufen dicht an den Arterien entlang die warmes, sauerstoffreiches Blut vom Herzen in Körper (und Füße) transportieren. Dadurch wird das arterielle Blut in Richtung Füße immer weiter gekühlt und das venöse Blut, dass zum Herz fließt wieder erwärmt. Kurzum, dass Blut, dass in den Füßen ankommt ist so kühl, dass die Füße das Eis nicht zum tauen bringen – und was nicht taut, kann auch nicht einfrieren.

 

„Und warum sitzt der Schwan da schon seit Stunden?“

Ganz einfach: er spart Energie. Wozu unnötig Kraft verschwenden, wenn es sich nicht lohnt? Es sei denn es gibt etwas zu Futtern…

 

„Die armen Vögel finden doch gar nichts. Soll man die füttern?“

Erstmal sollte man sich erkundigen, ob es in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde erlaubt ist zu Füttern. Wenn dem so ist, spricht nichts dagegen. Folgendes ist dabei zu beachten.

Ganz wichtig: KEIN BROT!

Füttern Sie nur an Land und werfen Sie kein Futter ins Wasser, damit das Gewässer nicht unnötig verschmutzt wird.

Füttern Sie nur so viel, wie die Tiere auch fressen. Wenn Sie merken, dass der Hunger der Vögel zurückgeht oder die Tiere schon satt sind, dann hören Sie auf und sammeln die Reste bitte ein.

Verschimmeltes schadet auch den Tieren! Nicht füttern, sondern in die Restmülltonne.

Zerkleinern Sie das Futter, damit die Tiere es gut fressen können. Hoffen Sie nicht darauf, dass es im Wasser rechtzeitig einweicht (zumal Sie ja ohnehin nur an Land füttern sollten, s.o.)

Geeignetes Futter für Wasservögel ist z.B. Getreide, Hühnerfutter, Wasservogelfutter (gibt es im Handel), Kleie, Eicheln, Obststücke (werden zum Beispiel von Stockenten genommen), weiche Kartoffelstücke und Mais.

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