Wildtiere im Frühling

Igel im FrühlingIgel im Frühling

Im Frühjahr treibt es die Leute wieder in ihre Gärten hinaus. Alles wird nach dem Winter wiederhergerichtet, Bäume und Hecken werden beschnitten. Die dabei abfallenden Zweige, Äste und Blätter werden meist über Tage und Wochen zusammengetragen, damit sie, beispielsweise zum Osterfeuer, verbrannt werden können. Hierbei bitten wir ein paar Dinge zu beachten:
Bitte schichten sie die Hölzer 1-2 Stunden vor dem Verbrennen sorgfältig um!
Das geschichtete Feuerholz bietet nämlich einen interessanten Unterschlupf für kleine Tiere, wie zum Beispiel Igel, die in ihrem Winterschlaf gestört wurden und sich eine neue Schlafstätte suchen müssen. Auch als Nistplatz könnte der Heckenschnitt attraktiv werden, zum Beispiel für Vögel und Eichhörnchen.
Sollten Sie auf beim Umschichten auf einen schlafenden Igel oder ein Nest stoßen, dürfen Sie diese Brut-/Ruhestätte nicht weiter stören (vgl. Tierschutzgesetz). Schichten Sie in so einem Fall das Holz bitte wieder vorsichtig auf, um das Nest/Tier zu schützen.

Brut- und SetzzeitRehe im Frühling

Wie in vielen anderen Bundesländern beginnt auch in Brandenburg im März die Brut- und Setzzeit. Das bedeutet, dass die Leinenpflicht für Hunde auf Wiesen, Feldern und in Wäldern noch strenger kontrolliert wird. Ein Nichteinhalten und/oder Stören der Brutstätten kann strenge Bußgelder zur Folge haben.
Bitte seien Sie in den nächsten Monaten beim Spaziergang mit Ihrem Hund besonders rücksichtsvoll, da sich insbesondere Rehkitze und Kaninchenjunge häufig nicht besonders gut verstecken, sondern sich einfach nur ins Gras ducken bis das Elterntier zurück ist. Speziell diese Jungtiere (Wildkaninchen, Rotwild, Damwild) bitte nicht einfach einsammeln oder berühren. Sie werden von den Elterntieren versorgt, auch wenn sie 1 bis 2 Stunden scheinbar ungeschützt und unbeaufsichtigt sind.

Eichhörnchen im Frühling

 

Eichhörnchen im Frühling

Auch wenn es teilweise noch recht kühl ist, beginnen die Eichhörnchen schon im März mit dem Bau ihrer Nester (
Kobel), in denen sie dann ihre Jungen zur Welt bringen und großziehen. Dafür wählen sie die verschiedensten Plätze aus. Normalerweise bauen die Eichhörnchen ihre Kobel in den Bäumen, in Stadtnähe werden aber auch die alltäglichen Gartenutensilien interessant, so bauen sie ihre Nester auch zwischen Gartenstuhlauflagen, in vergessenen Wintergestecken und ähnlichem. Bitte achten Sie deshalb beim flottmachen Ihres Gartens/Balkons/Terrasse darauf, dass Sie nicht versehentlich eine Nisthöhle zerstören und somit Eichhörnchenjungtiere plötzlich ungeschützt sind. Auch in diesem Falle darf die Niststätte gemäß Tierschutzgesetz nicht gestört werden.

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